Eva Pinkelnig

Eva Pinkelnig

– Skispringen

ÜBER Eva Pinkelnig
KARRIERE & STECKBRIEF

Schon als Kind war ich sehr sportbegeistert, fuhr Skirennen, kletterte, spielte Fußball und versuchte mich auch als Skispringerin. Entschieden habe ich mich damals für den Skirennsport und so besuchte ich die Skihauptschule Schruns und danach die Skihandelsschule in Schladming. Mit 17 Jahren hängte ich allerdings die Alpinski an den Nagel. Meine Begeisterung für Bewegung und Sport blieb und so genoss ich die Freiheit, viele verschiedene Sportarten ausüben zu können (Klettern, Fußball, Freestyle-Skifahren, Freeriden, Joggen,…).

 

Ein „geheimer“, großer Traum ließ mich all die Jahre nie los – einmal einen 100-Meter-Sprung zu absolvieren. Doch als Frau, mit Anfang Zwanzig mit dem Skispringen beginnen? Mir war klar, wenn sich nur eine klitzekleine Chance ergibt, werde ich sie ergreifen und nützen. Die Gelegenheit bot sich im Spätsommer/Herbst 2012, als auf der Dornbirner Herbstmesse eine mobile Sprungschanze installiert wurde. Dieses Wochenende war der Startschuss für meine Skisprung-Karriere. Anfangs wollte ich allerdings von Wettkämpfen nichts wissen, sondern einfach Spaß haben, die Freiheit in der Luft genießen und vom stressigen Alltag mit Studium und Job abschalten.

 

Über den Sommer 2013 durfte ich mit dem Schüler- und Jugendkader des VSV (unter Trainer Willi Greber) trainieren, meine Sprünge wurden besser und besser und so erwachte auch der Ehrgeiz wieder in mir. Beim Austria Cup in der Ramsau (6.-8. Dez. 13) absolvierte ich dann meine ersten Sprünge auf einer HS98m-Schanze. Der Winter 2013/2014 war für mich eine Schnupper-Saison, geprägt von vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken (Austria Cup, Trainingskurs mit dem ÖSV, erste Sprünge über 90 Meter, etc). Beim Austria Cup in Oberstdorf Mitte März 2014 erreichte ich meinen bisher größten Erfolg: Ich gewann die Damen-Klasse und war auch insgesamt die beste weibliche Springerin an diesem Tag. Aufgrund dieser rasanten sportlichen Entwicklung wurde ich in dieser Saison in den Stützpunkt-Kader des ÖSV aufgenommen. Nationaltrainer Andi Felder gab mir dann im Sommer 2014 die Chance, mit den „großen Drei“ des Österreichischen Damen-Skisprungsportes (Daniela Iraschko-Stolz, Jacqueline Seifriedsberger & Chiara Hölzl) zu trainieren.

 

In der darauf folgenden Saison 2014/2015 sprang ich im Weltcup mehrfach in die Top 6-Ränge. Das Highlight der Saison war mit Sicherheit mein WM-Debut in Falun (Schweden) im Februar 2015. Für Österreich bei einer WM starten zu dürfen war für mich eine große Ehre. Das Gefühl in der Luft, die atemberaubende Kulisse und die tolle Stimmung im Zielraum bereiten mir noch heute eine Gänsehaut. Mit einem guten 8. Platz und einem riesen Lächeln im Gesicht hieß es „Goodbye“ Schweden. Zum Ende der Saison 2014/2015 stand dann, neben den vielen schönen Erinnerungen, auch noch ein 7. Platz in der Gesamtweltcupwertung zu Buche.

 

In der Saison 2015/16 konnte ich mit weiteren Top-10-Ergebnissen beweisen, dass ich zur erweiterten Weltspitze gehöre. Mein absolutes Highlight war dabei der 1. Stockerlplatz im Weltcup mit dem 3. Rang in Nizhny Tagli in Russland. Daniela Iraschko-Stolz gewann den Bewerb und so kam ich in den Genuss, am Podium die Nationalhymne zu hören. Das war ein weiterer Gänsehautmoment, den ich nie vergessen werde. Den Gesamtweltcup beendete ich dann schlussendlich auf dem guten 15. Schlussrang.

 

In der Saison 2016/2017 stürzte ich gleich beim ersten Schneetraining in der Ramsau und zog mir eine Gehirnerschütterung zu. Fünf Tage später reiste ich aber dennoch mit dem ÖSV zum Weltcup nach Lillehammer und anschließend nach Nizhny Tagil. Obwohl ich in Russland sogar einen Weltcuppunkt geholt habe, kann ich mich an die Sprünge nicht mehr erinnern. Es folgte ein Training in Oberstdorf und der zweite Sturz. Über Weihnachten 2016 lag ich dann auf der Intensivstation, da ich doch einige Zeit bewusstlos war und wieder eine schwere Gehirnerschütterung, sowie ein schweres Schleudertrauma und etliche Prellungen hatte. Nach einer Woche bin ich dann aber wieder gesprungen und Mitte Jänner zum Weltcup nach Japan gereist. Dort ging es mir dann körperlich so schlecht, dass ich die Reißleine gezogen habe. Ich bekam vom Neurologen ein mehrwöchiges Sportverbot, was dann auch mein Saisonende bedeutete.

 

In den darauf folgenden Wochen hatte ich Zeit, meine Gedanken zu sortieren und zu eruieren, ob ich (mit Körper und Geist) der Spitzensportbelastung standhalten kann. Schnell merkte ich, dass ich das Skispringen immer noch liebe, das Lächeln kam zurück und so startete ich voll motiviert in eine spannende, vielseitige Sommer-Vorbereitung. Mein Ziel ist es jetzt, mit Wille, Entschlossenheit und Mut wieder den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen, denn: Ich liebe es zu fliegen.

Eva Pinkelnig

Effa

Dornbirn

27.05.1988

159 cm

46 kg

Anna Veith

No Copy – just be yourself!

BILDERGALERIE VON Eva Pinkelnig

    Eva Pinkelnig 01
    Eva Pinkelnig 02
    Eva Pinkelnig 03
    Eva Pinkelnig 04
    Eva Pinkelnig 05

ERFOLGE & MEILENSTEINE VON Eva Pinkelnig

  • 15. Platz Gesamtweltup
  • 3. Platz WC Nizhny Tagil/RUS (HS 100)
  • 2 x 4. Platz WC Zao/JPN (HS 106)
  • 7. Platz WC Lillehammer/NOR (HS 100)
  • 9. Platz WC Ljubno/SLO (HS 95)
  • 14. Platz WC Nizhny Tagil/RUS (HS 100)
  • 15. Platz WC Sapporo/JPN (HS 100)
  • 16. Platz WC Lahti/FIN (HS 100)
  • 21. Platz WC Oberstdorf/GER (HS 106)
  • 21. Platz WC Oslo/NOR (HS 134)
  • 23. Platz WC Almaty KAZ (HS 106)
  • 25. Platz WC Sapporo/JPN (HS 100)
  • 26. Platz WC Hinzenbach AUT (HS 94)
  • 6. Platz Sommer-Grand Prix Courchevel/FRA (HS 96)

  • 8. Platz WM in Falun/SWE (HS 100)
  • 7. Platz Gesamtweltcup
  • 4. Platz WC in Rasnov/ROU (HS 100)
  • 4. Platz WC in Zao/JPN (HS 100)
  • 5. Platz WC in Ljubno/SLO (HS 195)
  • 5. Platz WC in Sapporo/JPN (HS 100)
  • 6. Platz WC Rasnov/ROU (HS 100)
  • 6. Platz WC in Oberstdorf/GER (HS 106)
  • 9. Platz WC in Ljubno/SLO (HS 195)
  • 9. Platz WC in Hinzenbach/AUT (HS 194)
  • 10. Platz WC in Oslo/NOR (HS 134)
  • 10. Platz WC in Hinzenbach/AUT (HS 194)
  • 15. Platz WC in Lillehammer/NOR (HS 100)
  • 19. Platz WC in Oberstadorf/GER (HS 106)
  • 4. Platz ÖM in Tschagguns

  • Sieg beim Bachtel-Cup (SUI)
  • Siege bei Austria Cups
  • Mai 2014 Aufnahme in den Stützpunktkader des ÖSV

  • Start mit den ersten Sprüngen in Isny (GER)

No Copy – just be yourself!

Motto von Eva Pinkelnig

Free WordPress Themes, Free Android Games