Benjamin Bildstein steht OP am Ohr bevor

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Im Februar 2015 musste sich Benjamin Bildstein an der linken Schulter operieren lassen, 2016 verletzte sich sein Partner David Hussl nach einem Radsturz schwer, im Frühjahr 2017 blieb Bildstein bei einer Bootskenterung mit seinem linken Fuß in der Sicherungsfixierung hängen. Eine Überdehnung und Quetschung der Bänder, Sehnen und Muskeln war die Folge. Nach einem Crash mit einem Highspeed-Katamaran im September, kurz nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei der WM, zog sich der 25-Jährige ein Loch im Trommelfell im linken Ohr zu. Das Training in Japan musste Bildstein abbrechen, wollte die Verletzung ausheilen lassen. Doch nun muss er unters Messer.

 

„Ich hatte schon einen OP-Termin, wollte aber noch bewusst zuwarten und versuchen die Verletzung ausheilen zu lassen. Ich wollte erst sagen können, dass ich alles probiert habe, bevor ich mich einer OP unterziehe. Doch jetzt ist es soweit“, erzählt der WM-Bronzene von 2017. Aus Sicht der Ärzte wird das Loch nicht mehr von alleine zuwachsen, was einen Eingriff unumgänglich macht. Am 15. November wird Benjamin Bildstein nun operiert. Dabei muss der Knorpel entfernt werden und das Trommelfell ausgehoben werden. Ob sich dadurch im Gleichgewichtssinn etwas ändern wird, bleibt abzuwarten, Benjamin Bildstein: „Das ist meine größte Sorge. Fürs Segeln ist das Ohr enorm wichtig. Über die Jahre baut man ein Gefühl auf. Die Frage wird nach der OP sein, ob ich neu lernen muss oder ob es weitergeht wie zuvor.“

 

In den letzten Jahren wurde das erfolgreiche 49er-Duo Bildstein/Hussl immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, kam jedoch jedes Mal verstärkt daraus hervor. 2016 holte man sich den Gesamt-Weltcup, 2017 die Bronzemedaille bei der WM. Doch insgesamt ist 2017 ein Jahr mit wenig Einheiten am Wasser. „Es ist schade, dass wir diese Saison, nach dem Erreichen der Weltspitze, nach der Fußverletzung und nun dieser Geschichte so abschließen müssen“, sagt Bildstein, der mit seinem Partner eigentlich noch drei Trainingsblöcke in Cardiz (ESP) bis Jahresende geplant hatte.

 

Ob die beiden im Jänner beim Worldcup vor Miami antreten können, bleibt abzuwarten. „Im Dezember werde ich hoffentlich schon abschätzen können, wann ich wieder aufs Wasser kann. Es wird auf jeden Fall seine Zeit brauchen, die Verletzung muss jetzt ordentlich verheilen“, so Bildstein. David Hussl wird bis dahin ohne seinen Stammpartner versuchen so viel wie möglich zu segeln. Auf das Comeback freut sich der 25-jährige Vorarlberger jedenfalls schon heute: „Der Hunger zu segeln ist riesig. Die Motivation wird groß sein, wenn ich wieder aufs Wasser darf. Wir müssen nach diesem durchwachsenen Jahr kommendes Jahr doppelt Gas geben.“ Schließlich steht von 30. Juli bis 12. August vor Aarhus die WM an, bei der man nach der Bronzemedaille in diesem Jahr nachlegen möchte.

 

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