„Das war bis jetzt das härteste was ich je erlebt habe“ – Triathletin Bianca Steurer

    „Das war bis jetzt das härteste was ich je erlebt habe“ – Triathletin Bianca Steurer 01

Am 20.09.2017 fuhr Bianca Steurer nach Cervia (ITA) und wollte beim Ironman in Italien ihr letztes Rennen für heuer absolvieren um anschließend in die Saisonspause zu starten. Am darauffolgenden Tag kam die 29-jährige Bregenzerwälderin im Radtraining auf der Rennstrecke schwer zu Sturz.

 

Ich war einen kleinen Moment lang unaufmerksam und übersah einen sehr schlecht mit Teer bedeckten Kanaldeckel – dabei hat es mir den Lenker verschlagen und ich konnte ihn nicht mehr unter Kontrolle bringen. Ich kam bei einer Geschwindigkeit von ca. 60km/h schwer zu Sturz und schlitterte etwa 50 Meter auf dem rauen Asphalt den Berg hinunter“. Zwei Passanten kamen Bianca zur Hilfe – ihr erster Gedanke galt jedoch nicht ihr selbst: „Hoffentlich ist dem Rad nichts passiert, ich muss ja übermorgen ein Rennen fahren“. Erst danach nahm sie ihre Schmerzen wahr und bemerkte, dass sie am ganzen Körper offene Schürfwunden hatte. „Langsam wurde mir bewusst, dass ich vermutlich nicht mehr in der Lage bin das Rad zu fahren – und nicht umgekehrt“, schildert Bianca.

 

Gemeinsam mit Freund und Supporter Thomas, der mitgereist war, fuhr Bianca ins Krankenhaus. Die Ärzte rieten zu einer Betäubung, damit die Reinigung der Wunden nicht so schmerzt. Doch das lehnte Bianca ab: „Irgendwie hatte ich immer noch im Hinterkopf, dass ich vielleicht doch noch beim Rennen am nächsten Tag starten kann und wollte nicht, dass sie mir Substanzen zuführen die nicht erlaubt sind. Einen positiven Dopingtest wollte ich auf keinen Fall riskieren“. Eine Stunde lang wurden Bianca die Wunden mit einem Schwamm gereinigt. „Das war bis jetzt das Härteste was ich je erlebt habe. Ich habe gedacht ich falle in Ohnmacht vor lauter Schmerzen.“

 

Bianca und Thomas fuhren am nächsten Tag gleich nach Hause und Bianca fing sofort mit der Behandlung Im Olympiazentrum an: „Bea Kresser und Manuel Hofer behandelten meinen Rücken – der auch ein bisschen was abgekriegt hatte. Marc Sohm wechselte mir die Verbände“. Wichtig waren für Bianca auch Tipps von anderen Sportlern: „Da gibt es ja einige mit Schürfwunden-Erfahrung. Allen voran mein Kaderathleten-Kollege Matthias Brändle“.

 

Unglaublich ist, wie Biancas Wunden heute aussehen – bis auf ein paar kleine Stellen lässt sich kaum mehr etwas erkennen. Ein Zusammenspiel zwischen gezielter Lymphdrainagen, mit denen die Durchblutung angeregt wurde, und Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin D und Fischöl, führte zu einer sehr wirksamen Ankurbelung der Wundheilung.

 

Nach nur drei Tagen Pause und vollem Programm im Olympiazentrum Vorarlberg war Bianca schon wieder fit. „Ich bin viel mit dem Thera-Band „geschwommen“, da meine Wunden das Training im Wasser noch nicht zuließen. Ich habe mich auf das Radfahren und das Laufen fokussiert und arbeitete daran meine Stärken zu stärken“. Geplant wäre gewesen, dass Bianca beim Ironman in Barcelona (7. Okt) an den Start geht und anschließend beim Ironman in Louisville (15. Okt.). „Aber da hätte ich Abstriche beim Schwimmen machen müssen und das wollte ich nicht. Ich möchte allen zeigen was ich drauf habe“. Als nächstes steht bei Bianca also der Ironman in Arizona auf dem Programm (Mitte November), bei dem sie überzeugt in Bestform starten kann.

 

Man merkt, dass Bianca voller Motivation für ihren Plan B ist und trotz ihrem schweren Sturz immer positiv geblieben ist. „Ich denke ich bin jetzt abgehärtet und kann meine Trainingsintervalle nun härter den je absolvieren – etwas Positives konnte ich also doch mitnehmen“.

 

 

 

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