Weltcupfinale: Bargehr/Mähr holen auf den letzten Metern Silber

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David Bargehr und Lukas Mähr unterstreichen beim Weltcup-Finale vor Santander ihre Qualitäten und holen trotz Trainingsrückstand den zweiten Gesamtrang. Den Sieg im Gesamt-Weltcup sichern sich die Griechen Mantis/Kagialis.

 

Österreichs 470er-Asse sorgten auch beim dritten Regattaeinsatz nach Bargehrs Schulter-Operation für positive Schlagzeilen. Obwohl die Therapie des Steuermannes die gemeinsamen Segeltage im Vorfeld des Weltcupfinales auf ein Minimum reduziert hatte, gelang den EM-Fünften des Vorjahres ein blitzsauberer Grunddurchgang. In sämtlichen Wettfahrten in den Top-10, qualifizierte sich das Duo als zwischenzeitlich Dritte souverän für das entscheidende Medal Race.

 

Sechs Teams hatten rechnerisch noch Möglichkeiten auf einen Medaillenrang, aufgrund der taktisch kniffligen Bedingungen und knappen Abstände entwickelte sich die mit doppelten Punkten gewertete letzte Runde zum ultimativen Herzschlagfinale. Für die Österreicher begann das Wendeduell um den Weltcup-Gesamtsieg aufgrund eines verhaltenen Starts nicht ganz nach Wunsch. Zwischenzeitlich rutschte man auf den undankbaren vierten Gesamtrang während des Rennens ab, die letzten Meter brachten dann die Entscheidung. Bargehr/Mähr wählten bei der Lee-Tonne die engere Linie und obwohl die Amerikaner mit mehr Speed unterwegs waren, verteidigten sie ihren Platz und durften am Ende jubeln.

 

„Einfach unglaublich. Wir sind überglücklich“, strahlte Steuermann David Bargehr nach dem Rennen. „Unser Start war mittelmäßig, wir mussten die gesamte Wettfahrt über enorm kämpfen, lagen zwischenzeitlich schon auf Rang vier im Gesamtklassement. Auf den letzten 50 Metern ist es um alles gegangen. Wir haben es geschafft, in der entscheidenden Situation alles besser zu machen als die anderen.“ Damit sichern sich die Österreicher im Gesamt-Weltcup hinter den Olympiadritten von Rio, Mantis/Kagialis (GRE), den zweiten Gesamtrang, Bronze geht an die Italiener Ferrari/Calabro.

 

Der nächste Wettkampf steht mit der Kieler Woche unmittelbar bevor, der Startschuss für den Segelsport-Klassiker fällt am 22. Juni.

 

David Bargehr: „Hätte uns vor einer Woche wer gesagt, dass wir hier um die Medaillen mitsegeln, hätte ich ihn ausgelacht – wir haben nach wie vor Defizite, sind aber mit sehr viel Leidenschaft und voller Konzentration in die Serie eingestiegen und haben das hohe Niveau bis zum Schluss halten können. Unsere Leistung und das Ergebnis sind die Bestätigung unserer Qualitäten und ein unglaublicher Turbo. Wir haben noch Luft nach oben, diese Tatsache lässt uns sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken.“

 

Lukas Mähr: „Wir sind die ganze Woche sehr stark gesegelt, heute haben die besseren Nerven den Ausschlag gegeben. Es war ein unglaublich intensiver Infight um jeden Zentimeter, wir haben alles rausgeholt und sind dafür mit der Silbermedaille belohnt worden. Damit war aufgrund der Vorgeschichte nicht unbedingt zu rechnen, die Medaille glänzt für uns wie Gold, die Freude und Genugtuung sind entsprechend groß.“

 

Endstand 470er-Herren/10 Wettfahrten+MR*:
1.Panagiotis Mantis/Pavlos Kagialis GRE 36
2. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 42 (5/3/4/2/2/6/(8)/7/3/4/3*)
3. Giacomo Ferrari/Giulio Calabro ITA 43.6

 

© Text: OeSV, Foto: DaPic Rocks

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