WM-Bronze: Bargehr/Mähr schreiben Sportgeschichte!

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Nun haben sie es also geschafft! David Bargehr und Lukas Mähr schreiben österreichische Sportgeschichte, segeln bei der 470er WM vor Thessaloniki im Medal Race zu Bronze.

 

Ihre direkten Konkurrenten Cinar/Cinar (TUR) wurden wegen Frühstarts disqualifiziert, damit war dem Ländle-Duo Platz drei nicht mehr zu nehmen. Dieser Erfolg steht vor dem Hintergrund, dass David Bargehr erst im April von seinem Bizepssehnenriss in der linken Hand und einer fünfmonatigen Pause wieder zurück aufs Boot kehrte. „Das ist der Höhepunkt unserer Karriere“, sagt Lukas Mähr freudestrahlend nach dem Triumph.

 

„Wir können das noch gar nicht realisieren“, ergänzt sein Teamkollege David Bargehr im Ziel. Nichts wollte man mehr dem Zufall überlassen. Der Lümmelbeschlag, der in der letzten Wettfahrt am Vortag noch gebrochen war, wurde erneuert. Innerhalb von zwei Stunden brachte man alles auf dem Boot nochmals auf Vordermann. Auch strategisch bereitete man sich auf alle Eventualitäten vor, Lukas Mähr: „Wir haben gestern viele Szenarien durchgesprochen, waren perfekt vorbereitet.“

 

Vor allem ging ihre Strategie beim Start voll auf, wie Lukas Mähr erläutert: „Wir haben uns vorgenommen das türkische Boot beim Start unter Druck zu setzen und sie zu Fehlern zu zwingen.“ Ihre einzigen Konkurrenten um Bronze, Cinar/Cinar (TUR), wurden auch prompt wegen Frühstarts disqualifiziert, damit hatten die Vorarlberger Bronze bereits in der Tasche. Zu Gold und Silber war der Abstand bereits vor dem Medal Race zu groß, hier setzten sich die Australier Mathew Belcher/Will Ryan vor den Schweden Anton Dahlberg/Fredrik Bergström durch.

 

Schon die ganze Woche über hatten sich die beiden Bregenzer im Spitzenfeld der Gesamtwertung aufgehalten. Auch von einer missglückten Wettfahrt und einer zweiten mit Materialbruch ließen sich sich nicht aufhalten. In der 11. und vorletzten Wettfahrt fast ans Ende des Feldes zurückgefallen, reparierten sie noch während der Fahrt den Lümmelbeschlag, die Verbindung zwischen Mast und Großbaum, und beendeten das Rennen noch als 19. „Wir waren quasi Letzte auf der ersten Vorwind, haben auf der zweiten Kreuz und der zweiten Vorwind alles gegeben. Es ist jeden Tag aufs neue eine Challenge“, erzählt David Bargehr, der über den Bruch des Lümmelbeschlags noch rätselte: „Wir haben eigentlich alles ausgetauscht vor der WM, uns ist das unerklärlich.“

 

Mähr: „Dankbar, dass wir das erreichen durften“
Erst im November des Vorjahres erlitt das Ländle-Duo durch die Verletzung von David Bargehr einen enormen Rückschlag. Nach fünf Monaten Pause kehrte er im April wieder zurück aufs Boot (Informationen zur Reha im Olympiazentrum Vorarlberg gibt es hier und hier). Beim World Cup Finale vor Santander segelte er mit seinem Vorschoter Lukas Mähr auch prompt zu Silber. Trotzdem hat man sich für die WM in erster Linie das Medal Race als Ziel gesetzt. Sechs Tage nach der ersten Wettfahrt, stehen sie am Stockerl und dürfen die erste 470er WM-Medaille für Österreich entgegennehmen.

 

OeSV-Sportdirektor Georg Fundak setzte die beiden vor der WM klar unter die Top sechs: „Wir waren schon früher knapp an einer Medaille bei den 470er dran, sie haben es nun geschafft und damit österreichische Sportgeschichte geschrieben. Aber wir haben noch Potential, sind noch lange nicht fertig. Wir wollen nicht stehenbleiben, wir wollen gewinnen. Diese Medaille wird sämtliche OeSV-Teams anspornen.“

 

 

 

© Text (im Wesentlichen) OeSV, Fotos BM Sail

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