Adam Ondra: Leistungsdiagnostik für den weltbesten Kletterer

    Adam Ondra: Leistungsdiagnostik für den weltbesten Kletterer 01

Adam Ondra, von Vielen aktuell als weltbester Kletterer gesehen, absolvierte diese Woche eine auf Kletterer zugeschnittene Leistungsdiagnostik im Olympiazentrum Vorarlberg. Zu dieser Einschätzung trägt unter anderem bei, dass er der erste und bislang einzige Kletterer ist, der eine Route im Schwierigkeitsgrad 9c meistern konnte (Bericht auf derstandard.at).

 

Der Kontakt kam über Klaus Isele, MSc D.O. (Therapierbar Schwarzach), der Adam Ondra als Physiotherapeut und Osteopath unterstützt, zustande. Der Physio-Partner des Olympiazentrums fragte im Olympiazentrum um eine am olympischen Wettkampfformat orientierte Leistungsdiagnostik an. Dort erinnerte man sich an die Kompetenz von Marc Philippe und seine Arbeiten an der Universität Innsbruck – er war letztlich wesentlich an der Konzeption und Durchführung der Diagnostik beteiligt. Diese Arbeit bietet auch eine große Chance für die Kaderkletterer des Kletterverband Vorarlberg, denen nunmehr eine nachweislich aussagekräftige, spezifische Diagnostik zur Verfügung steht.

 

Der ORF Vorarlberg berichtete am 21.5.18 über Adam Ondra:

Weltbester Kletterer setzt auf Ländle-Betreuung
Der Tscheche Adam Ondra ist einer der besten Sportkletterer der Welt. Er hat als Erster in Norwegen eine Route mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad 9c gemeistert. Der Vorarlberger Physiotherapeut Klaus Isele half ihm dabei.

 

In der Höhle „Hanshallaren“ bei Flatanger in Norwegen befindet sich die erste Kletterroute der Welt im höchsten Schwierigkeitsgrad 9c. Sie erstreckt sich über 45 Meter. Am 3. September 2017 gelang es Ondra als Erstem, die Route zu bewältigen. Seither trägt sie den Namen „Silence“ – weil der Tscheche nach vollbrachter Leistung so überwältigt war, dass er nur noch schweigen konnte. Bei der Erreichung des Ziels hat der Vorarlberger Physiotherapeut Klaus Isele eine wesentliche Rolle gespielt. „Ein Jahr vorher habe ich viel versucht. Aber das Ziel war nicht möglich zu erreichen“, sagt Ondra selbst. Dann trat Isele auf den Plan – für Ondra einer der Schlüssel zum Erfolg.

 

Isele ist schon seit Jahren in der internationalen Kletterszene als Physiotherapeut aktiv. Vier bis fünf Mal pro Jahr kommt Ondra nach Schwarzach, zusätzlich gibt es Treffen bei Kletterevents auf der ganzen Welt. Sein Schützling bringe eine ganz individuelle Anatomie mit, sagt Isele. So sei er extrem beweglich in den Hüften, seine Wirbelsäule sei sehr viel stärker durchblutet als bei anderen. Der Tscheche sei anatomisch und physiologisch tatsächlich ein „kleines Wunderwerk“. Entsprechend interessant habe sich auch die Arbeit mit ihm gestaltet. Man habe eine andere Muskulatur „verwendet“ als sonst üblich, erklärt Isele: Gegen Ende der Vorbereitungen habe Ondra fast nur noch die Unter- und Oberschenkel trainiert, damit er auf der Route, die zu einem Großteil Überhang geklettert wird, ausruhen konnte. Normalerweise würden sich Kletterer in dieser Phase nur mehr auf die oberen Extremitäten konzentrieren, so Isele. Der neueste Kniff sei aber sicher das Visualisieren im Trockentraining gewesen. Immer wieder habe er Ondra gepusht, sei mit ihm die Strecke bis ins letzte Detail durchgegangen. In Flatanger bereiteten sich Ondra und Isele schließlich auf den großen Tag vor. Nach 20 Minuten war „Silence“ bewältigt.

© Text: vorarlberg.ORF.at

 

 

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