Bettina Plank holt Gold bei den European Games

    Bettina Plank holt Gold bei den European Games 01

Vorrunde und Halbfinale gewonnen, EM-Revanche genommen und die Dominatorin der Szene im Endkampf mit 5:1 abgefertigt! Bettina Plank avancierte bei den European Games in Minsk (BLR) zur Heldin in Rot-Weiß-Rot, holte die erste Goldmedaille für das ÖOC-Team!

 

Betti machte damit nach einem traumhaften Frühjahr mit EM-Silber und zwei Bronzenen auf der Welttour das Sommermärchen perfekt. Im 50kg-Finale nahm sie dazu noch Revanche an der Weltranglisten-Ersten Serap Özcelik (TÜR) für die Niederlage bei Europaspielen von 2015. 3000 Fans erlebten die großartige Kampfshow von Bettina Plank. Das 5:1 im Finale gegen Serap Özcelik glich einer Machtdemonstration. Wichtig war der erste Yuko nach 63 Sekunden. Damit musste die Weltmeisterin und Triple-Europameisterin aus der Türkei voll angreifen, erzielte auch eine Minute vor Schluss den Ausgleich, aber die Wahl-Linzerin konnte mit einer Fausttechnik kontern und zwei Sekunden vor Schluss auch noch einen Ippon landen. „Eine großartige Leistung. Plank konnte allem Druck standhalten und auch noch alle Erwartungen erfüllen“, strahle ÖOC-Sportdirektor Christoph Sieber an der Seite von Karate Austria Generalsekretär Ewald Roth.

 

Beim 0:0 im Halbfinale gegen Mariya Koulinkovitch (BLR) gelang der Silbermedaillen-Gewinnerin von 2015 zwar keine Wertung. Sie kontrollierte aber das ganze Match und gewann durch einen ganz klaren Kampfrichterentscheid mit 5:0.

 

Zuvor startete die 27-Jährige mit einem taktisch cleveren 0:0 gegen Kateryna Kryva (UKR) in die Gruppenphase, fand dabei Sicherheit, die sie dann auch im entscheidenden Kampf brauchte. Denn gegen Europameisterin Sophia Bouderbane (FRA) kam es zur EM-Revanche. „Diese ist Betti nach der 0:5-Niderlage in Guadalajara auch geglückt. Sie ging mit 1:0 in Führung und hatte damit schon den „Senshu“, den Vorteil des ersten Punktes für sich. Nach dem 1:1-Ausgleich von Bouderbane konnte sie erneut in Führung gehen. So musste die Französin ihre Defensivtaktik ändern, musste angreifen, fand aber nicht ins Ziel. Das 2:1 war die Vorentscheidung für den Halbfinaleinzug“, meint Ewald Roth. Zum Abschluss des Grunddurchgangs besiegte die 27-Jährige, frenetisch angefeuert von Botschafterin Aloisia Wörgetter, die Serbin Jelena Milivojcevic mit 1:0 und fixierte den Poolsieg.

 

Seitenbandriss – 6 Wochen Pause

Auf ihrem “bisher größten Karriereerfolg” erfolgte die Ernüchterung. Bei der Schlussfeier der Europaspiele in Minsk hatte Betti vor 22.000 Zuschauern Sonntagabend noch die österreichische Fahne getragen. Das Humpeln war nicht sonderlich aufgefallen. Auch beim Heimflug aus Minsk hielten sich die Knieschmerzen noch in Grenzen. Bei der Untersuchung bei ÖOC-Teamarzt Dr. Lukas Brandner im Rudolfinerhaus in Wien stellte sich dann heraus: Seitenbandriss im linken Knie. “Ich habe bis zuletzt gehofft, dass nichts gerissen ist.

 

Andererseits ist keine Operation notwendig, nur eine externe Schiene. Zum Glück sind Innen- bzw. Kreuzband und Meniskus unbeschädigt geblieben”, meinte die 27-Jährige nach der Untersuchung.

 

Passiert war die Verletzung fünf Sekunden vor Ende des Europaspiele-Final-Kampfes gegen die Türkin Serap Ozcelik. “Das war die Aktion, bei der ich noch einen Punkt zugesprochen bekam. Im Video sieht man, dass es mir das Knie verdreht.”

 

© Fotos: GEPA pictures/ Christian Walgram

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