Interdisziplinärer Workshop der Olympiazentren: Eisenstoffwechsel im Spitzensport

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„Wie sieht eine praxistaugliche, wissenschaftlich fundierte, interdisziplinäre Unterstützung für AthletInnen im Bereich Eisenstoffwechsel aus?“ lautete die Leitfrage eines Tages-Workshops letzte Woche, der vom Olympiazentrum Kärnten organisiert und im Olympiazentrum Salzburg-Rif durchgeführt wurde. Als Referent konnte mit Univ.-Doz. Dr. med. Neumayr, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin, ein im Leistungssport sehr erfahrener Mediziner gewonnen werden.

 

Ein optimaler Eisenstoffwechsel ist eine zentrale Leistungsvoraussetzung vor allem in Ausdauersportarten aber auch in intensiven, länger dauernden Schnellkraftsportarten. Die statistisch bekannten und in der Bevölkerung wie auch im Leistungssport weit verbreiteten Mangelsituationen im Eisenhaushalt machen das Thema noch brisanter für Gesundheit und Höchstleistungen. Vor allem Frauen in Ausdauersportarten sind besonders betroffen.

 

Da ein inadäquater Eisenspiegel sowohl die Leistung als auch das Immunsystem beeinträchtigen kann, ist die ausreichende Zufuhr wichtig – vor allem auch durch regelmäßigen Verzehr von Eisenlieferanten in der täglichen Ernährung. Da dies manchmal schwierig ist, diente der Vortrag zur Diskussion von Risikofaktoren und ernährungstechnischen und medizinischen Interventionsmöglichkeiten.

 

Die Inhalte des Vortrages reichten von den grundlegenden Abläufen des Eisenstoffwechsels bis zu den diversen Möglichkeiten der Supplementierung. Da mehrere Faktoren den Eisenbedarf eines Sportlers/einer Sportlerin erhöhen können (Trainingsbedingung, gesundheitliche Faktoren) bzw. bestimmte Ernährungsweisen die Eisenzufuhr verringern können, wurden bestimmte Konstellationen besprochen, die auftreten können. In diesem Zusammenhang diskutierte die Gruppe typische Symptome, Behandlungsmethoden und zeitliche Aspekte, die es dabei zu berücksichtigen gibt. Besonders die unterschiedlichen Behandlungsmethoden (Dosierungen, Form von Eisen) wurden dabei mit ihren Vor- und Nachteilen aufgearbeitet.

 

Ein interdisziplinärer Ansatz mit ausführlicher sportmedizinischer Diagnose und Akuttherapie sowie eine eisen-optimierte Ernährung in Kombination mit einem auf Geschlecht und Belastbarkeit abgestimmten Trainingsplan ist komplex in der Umsetzung ist aber unabdingbar für gute Ergebnisse. Die Therapie eines inadäquaten Eisenspiegels bei SpitzensportlerInnen kann aus dieser Komplexität heraus nur individuell erfolgen.

 

© Fotos: Olympiazentrum Salzburg-Rif/Oliver Andorfer

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