Menschen im Sportservice – Gerhard Grafoner

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Wir befinden uns im Olympiazentrum und treffen Gerhard Grafoner. Wer steckt hinter der Person? Was macht er im Sportservice? Welche Geschichte hat er zu erzählen? Was sind die sportlichen Highlights seines Lebens? Wir haben nachgefragt.

 

Stell dich bitte kurz vor – wer bist du? Was machst du hier im Sportservice?

Mein Name ist Gerhard Grafoner. Ich bin verheiratet, Vater von zwei Mädels (6 und 8 Jahre) und wohne in Hard. Nach insgesamt 25 Jahren im Konzern bei Doppelmayr suchte ich eine neue Herausforderung und ich freue mich ab 1. August als Sportdirektor beim Landesverband KARATE VORARLBERG zu beginnen.

 

Was gibt es über dich zu erzählen? Was hast du für einen sportlichen Hintergrund?

Der Sport begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Angefangen habe ich mit Fußball – anschließend Volleyball. Mit 17 Jahren bin ich zum Karate gekommen – eigentlich recht spät. Mit intensivem Training gelang mir nach fünf Jahren der Sprung ins Nationalteam. Diesem gehörte ich auch über fünf Jahre an. Nach meiner aktiven Karriere und einer kurzen sportlichen Pause begann ich als Trainer bei meinem Heimatverein KARATE HOFSTEIG. Zudem war ich im Landesverband als technischer Leiter und Präsident tätig.

 

Seit wann gehst du hier ein und aus und wie oft bist du hier?

Seit mittlerweile über fünf  Jahren. Mehrmals pro Woche bin ich hier für Besprechungen, Versammlungen und Trainings mit den Sportlern, da unser Leistungszentrum- und Sportgymnasiumtraining, Kadermaßnahmen und Weiterbildungen ebenfalls hier stattfinden.

 

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus und wie läuft dein Arbeitsalltag ab?

Im Prinzip ist mein jetziger Arbeitsplatz unter anderem das Olympiazentrum. Was den Arbeitsalltag betrifft, stelle ich mir das schon recht strukturiert vor. Vormittags im Büro, um Telefonate zu führen, Mails zu beantworten und mit Kooperationspartnern zu kommunizieren. Ein weiterer Teil meiner Arbeit findet dann in den Vereinen vor Ort statt.

 

Wie bist du zu deinem Job gekommen?

Der Job hat mich sozusagen gefunden. Ich bin dem Karatesport seit über 25 Jahren verbunden und neben meinen Trainertätigkeiten, habe ich auch sehr viel und intensiv ehrenamtliche Tätigkeiten übernommen. Als sportlicher Leiter bei KARATE VORARLBERG war ich in der Projektgruppe für unser neues Sportkonzept mitverantwortlich, das wir 2010 zur Umsetzung gebracht haben. Die Konsequenz daraus war, dass ich die letzten drei Jahre das Präsidentenamt inne gehabt habe. Dieses lege ich aufgrund meiner neuen Anstellung mit Ende Juli zurück.

 

KARATE VORARLBERG ist mittlerweile ein sehr rühriger Sportverband und effektive Sport- und Organisationsstrukturen unterstützen das Erreichen der Ziele nur, wenn die Prozesse in diesen Strukturen ablaufen. Das benötigt natürlich Professionalität und auch Kontinuität, d.h. immer das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun.

Aufgrund unserer positiven Entwicklung der letzten Jahre, wurde es uns ermöglicht, für den Verband den nächsten logischen Schritt zu setzen und zu 100 % einen Sportdirektor anzustellen. Dieser Herausforderung konnte ich nicht widerstehen und ergreife gerne diese Chance.

 

Auf welche Fähigkeiten kommt es in deinem Job an?

 In erster Linie habe ich viel mit Sportlern, den Mitgliedsvereinen, Verbänden und Partnern zu tun. Da kommt es auf meine kommunikativen Fähigkeiten und mein technisches und sportliches Know-how an. Zudem ist ein professionelles Vorgehen und die konsequente Umsetzung unserer Sportstrategien sowie der Aufbau der erforderlichen Sport- und Organisationsstruktur in allen Bereichen wichtig. Hier kann ich einiges aus dem ELS-Lehrgang einbringen.

 

Was sind die Highlights aus deiner sportlichen Vergangenheit?

Ich habe vier Europa- und zwei Weltmeisterschaften bestritten. Mein größter sportlicher Erfolg ist ein 7. Platz bei der EM Paris im Kumite-Einzel und ein 5. Platz bei der WM in Rio mit der Kumite-Mannschaft.

 

Welche Ziele hast du dir für die nächsten Jahre gesteckt?

Ich möchte dem Karatesport bei uns einen höheren Stellenwert geben. Der Öffentlichkeit ist nur ein kleiner Teil (der Wettkampfsport) dieser besonderen Sportart bekannt.

Zum „SPITZENSPORT“ haben wir noch weitere zwei Bereiche, zum einen „FIT & GESUND MIT KARATE“ (für Senioren +60) und „SPORT & SPASS MIT KARATE“ (Breitensport, Schulsport). Den Spitzensport möchte ich weiter stärken, die anderen beiden Bereiche gilt es zu erschließen und flächendeckend in Vorarlberg anzubieten.

 

Was verbindest du mit dem Olympiazentrum?

Klar den Spitzensport. Es sollte das angeboten werden, was dem Leistungs- und dem Spitzensport zugutekommt und das dafür zu 100%.

 

Welche Interessen hast du neben dem Sport?

Mir ist die Familie sehr wichtig – ich unternehme viel mit meiner Frau und meinen zwei Kindern und möchte für sie da sein, wenn sie mich brauchen. Neben dem Sport ist die Natur meine Leidenschaft. Ich bin so oft und so viel es geht draußen, in den Bergen und am See. Mit dabei ist größtenteils auch meine Kamera, da ich auch sehr gerne fotografiere.

 

 

Wordrap

 

  • Siege – der Lohn, harter Arbeit
  • Niederlage – braucht es mehr als Siege, um besser zu werden
  • Training – täglich aufs Neue
  • Sport – Bestandteil meines Lebens
  • Innerer Schweinehund – „füttern verboten“
  • Natur – genieße ich jede freie Minute
  • Reisen – liebe ich
  • Stärken – gilt es herauszufinden und zu stärken
  • Schwächen – gilt es herauszufinden und zu verbessern
  • Vorbild – da gibt es einige

 

  • Wer wärst du gerne für einen Tag? Ich selbst.
  • Ein guter Tag beginnt mit? Einem guten, gemütlichen Frühstück.
  • Was kannst du überhaupt nicht ausstehen? Neider und Nörgler.
  • Wenn du wählen könntest, jetzt an irgendeinem Ort dieser Erde zu sein, wo wärst du? Am Bodensee.
  • Wovon bekommst du Gänsehaut? Wenn meine Sportler geile Siege einfahren.
  • Wenn du nicht in deinem jetzigen Beruf wärst, welchen Beruf würdest du dann ausüben? Bergführer oder Segeltrainer.

 

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