Menschen im Sportservice – Thomas Haschberger

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Wir befinden uns im Olympiazentrum und treffen Thomas Haschberger. Wer steckt hinter der Person? Was macht er im Sportservice? Welche Geschichte hat er zu erzählen? Was sind die sportlichen Highlights seines Lebens? Wir haben nachgefragt.

 

Stell dich bitte kurz vor – wer bist du? Was machst du hier im Sportservice?

Ich bin Thomas Haschberger und arbeite beim ORF als Vorarlberg Heute-Moderator und Nachrichtenredakteur. Meine Hauptaufgabe im Sportservice ist es, das Buffet im Bistro zu plündern, da ich meine Mittagspausen bei euch verbringe.

 

Seit wann gehst du hier ein und aus und wie oft bist du hier?

Seit mittlerweile fast 3-4 Jahren. Ich verbringe unter der Woche fast täglich meine Mittagspause hier.

 

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus und wie läuft dein Arbeitsalltag ab?

Das ist ganz unterschiedlich. Mein Arbeitsplatz kann in der Redaktion sein, aber auch in der Schnitt-Kammer, im Fernsehstudio oder auch mit dem Kamerateam oder dem Mikro in der Natur. Der Vorteil dabei ist, dass der Job sehr abwechslungsreich ist, aber er kann natürlich auch sehr stressig sein – das gehört aber auch dazu.

 

Auch meine Arbeitszeiten sind sehr unterschiedlich. Von Früh- bis Spätdienst über Wochenenddienst ist alles dabei.

 

Wenn ich Vorarlberg Heute moderiere, beginnt mein Arbeitstag um 11:30 Uhr. Da bin ich zwei Stunden bei den Nachrichtenkollegen, falls etwas Aktuelles passiert oder ich erledige gewisse Vorarbeiten: Das heißt für einen Fernsehbeitrag ein Kamerateam bestellen, Interviewpartner festlegen etc. Ab 14:00 Uhr machen wir uns an die Arbeit für die aktuelle Sendung, indem Themen vorbereitet und Moderationen geschrieben werden. Um kurz nach 16.00 Uhr geht es dann in die Maske, da wir um kurz vor 17:00 Uhr einen Lokalausstieg haben, bei dem wir zum ersten Mal live auf Sendung gehen. Dann geht es wieder in die Redaktion für einen letzten Feinschliff oder um zu prüfen was sich geändert hat. Falls sich bis 19:00 Uhr noch etwas ändert, muss in Folge die ganze Sendung wieder auf den Kopf gestellt werden.  Das kann unter Umständen eine sehr große Herausforderung sein. 50 Minuten vor der Sendung geht es dann noch einmal in die Maske und nach einem letzten Technik- und Mikrocheck geht es live auf Sendung.

 

Wie bist du zu deinem Job gekommen?

Ich habe bei einem Privatradio in Wien begonnen. Nach zwei Jahren Frühdienst und Tagwache um 03:30 Uhr, habe ich mir geschworen, ich mache das nie wieder. Im Sommer 2003 bin ich nach Vorarlberg gezogen und habe dann doch wieder eine Stelle beim Rundfunk im Frühdienst angenommen (lacht).

 

Das mit Vorarlberg Heute hat sich Anfang des Jahres ergeben. Wir hatten ein internes Casting bei dem ich mitgemacht habe – nach dem Motto „Wer wagt, gewinnt“. Aber, als ich erfahren habe, dass ich zum Fernseh-Moderatoren-Team dazu gehöre, war die Überraschung groß, aber auch der Stolz. Seit Mai 2015 bin ich auf Sendung.

 

Auf welche Fähigkeiten kommt es in deinem Job an?

Den Überblick und die Ruhe zu bewahren, hartnäckig zu sein, gerade bei mühevollen Recherchen, bei der man versucht dich abzuwimmeln. Und dann natürlich ein breit gefächertes Interesse und Neugierde in vielen Bereichen. Es ist nicht so, dass du als Moderator nur etwas runterlesen musst. Man muss genau wissen, worum es geht, da der Zuschauer, der Zuhörer und Medienprofis sowieso, sehr schnell merken wenn ein Moderator bei einem Thema nicht sattelfest ist.

 

Was hast du für einen sportlichen Hintergrund?

Ich war als Jugendlicher ziemlich sportlich. Dann kam eine schöpferische Pause. Vor knapp 10 Jahren bin ich dank ORF wieder zum Sport gekommen. Es gab damals ein Projekt das nannte sich ‚Von Null auf 42‘ – vom Couchpotato und Raucher zum Marathonläufer. Wir waren sechs Personen, die in den vorigen Jahren nicht wirklich Sport betrieben haben und innerhalb von einem Jahr zu Marathonläufern wurden. Alle Sechs haben es ins Ziel geschafft und viele davon sind nach wie vor sehr sportlich. Mit der Teilnahme an diesem Projekt hat sich mein Leben verändert. 13 Kilo weniger, militanter Nichtraucher und Sport gehört zu meinem Alltag.

 

Was sind die Highlights aus deiner sportlichen Vergangenheit?

Ich bin insgesamt drei Marathons gelaufen und einige Halbmarathons zur Vorbereitung. Dann natürlich die Outdoor Trophy 2013, bei der der Berglauf von der Anstrengung her ganz sicher ein Highlight war. Das Resultat auch – ich wurde nicht Letzter (lacht).

 

Welche Ziele hast du dir für die nächsten Jahre im sportlichen Bereich gesetzt?

Als frischgebackener Papa habe ich momentan keine spezifischen sportlichen Ziele. Allerdings ist eines meiner ständigen Ziele, immer einen Halbmarathon laufen zu können, egal wann.

 

Was verbindest du mit dem Olympiazentrum?

Abgesehen vom Essen (lacht)?

Hier im Haus begegnet man vielen interessanten Menschen, wodurch sich nette Bekanntschaften und mittlerweile auch Freundschaften ergeben haben. Durch die Gespräche in der Mittagspause haben sich auch schon die einen oder anderen Trainingstipps herauskristallisiert, die ich sehr gut brauchen konnte.

 

Welche Interessen hast du neben dem Sport?

Musik und Lesen. Das Lesen beschränkt sich aber meist auf den Urlaub, da ich in meinem Job ohnehin sehr viele Medien konsumiere, recherchiere und nachlese. Außerdem Wandern mit der Familie und momentan mit meiner kleinen Tochter am Boden rumzukrabbeln.

 

Liegt dir was am Herzen, was du den Lesern noch mitgeben möchtest?

Als jemand der durch Zufall und Glück wieder zum Sport gekommen ist, kann ich sagen: Egal wie hart der Anfang ist – wenn man es probiert hat, die richtige Betreuung bekommt und den richtigen Weg gefunden hat, gewinnt man in jedem Bereich an Lebensqualität.

 

 

Wordrap

 

  • Siege – Lösen Glücksgefühle aus und gehören zum Alltag und zum Sport
  • Niederlage – Gehören auch dazu, aber das Gute ist, man lernt daraus
  • Training – Die perfekte Abwechslung zum Arbeitsalltag und um den Kopf frei zu bekommen
  • Sport – Ein Muss
  • Innerer Schweinehund – Ein treuer Begleiter, den man ruhigstellen kann
  • Natur – Ein großartiges Geschenk, das viele leider viel zu wenig schätzen
  • Reisen – Mach ich viel zu wenig
  • Stärken – Ehrgeiz, Konsequenz und Geduld
  • Schwächen – Ab und zu ungeduldig (lacht) und zu verbissen
  • Vorbild – Meine kleine Tochter. Was sie mit 10 Monaten körperlich leistet, ist Hochleistungssport

 

  • Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Vermutlich das Rad.

 

  • Ein guter Tag beginnt mit? Dem Lachen meiner Tochter und meiner Frau.

 

  • Was kannst du überhaupt nicht ausstehen? Drängler auf der Autobahn.

 

  • Wenn du wählen könntest, jetzt an irgendeinem Ort dieser Erde zu sein, wo wärst du? Ich würde auf einem Berggipfel sitzen und runter schauen.

 

  • Wovon bekommst du Gänsehaut? Von einer Liebeserklärung meiner Frau und von der richtigen Musik im richtigen Augenblick.

 

  • Wenn du nicht Moderator beim ORF wärst, welchen Beruf würdest du dann ausüben? Wahrscheinlich irgendetwas im Sportbereich oder in der Physiotherapie.

 

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