OeSV-Teams verpassen Olympia-Tickets bei 470er-WM

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Bereits am dritten Tag der 470er-Weltmeisterschaft vor Enoshima mussten die beiden OeSV-Teams ihre Hoffnungen auf ein Olympia-Ticket für Tokyo 2020 vorerst begraben. Sowohl David Bargehr/Lukas Mähr als auch Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka verpassten trotz je einer Top-10-Platzierung am letzten WM-Quali-Tag die Goldflotte und somit die Chance sich über die Weltmeisterschaft im Olympia-Revier für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die beiden 470er Teams bietet sich beim Weltcup 2020 in Genua. Die OeSV-Boote setzen am morgigen Mittwoch die WM in der Silberflotte fort.

 

Aufholjagd von Bargehr/Mähr kommt zu spät

Die beiden OeSV-470er-Teams starteten mit dem klaren Ziel „Olympia-Ticket für Österreich“ in die Weltmeisterschaft vor Enosihma. Dazu wäre ein Top-4-Ergebnis unter den noch nicht qualifizierten Nationen notwendig gewesen. Österreichs Top-Boot mit David Bargehr und Lukas Mähr blieb auch zu Beginn des zweiten Renntags unter ihren Erwartungen. Bei einem Wind von bis zu 13 Knoten brachten sich die Vorarlberger mit den Rängen 14 und 18 vor dem letzten Quali-Rennen gewaltig unter Druck. Die WM-Dritten von 2017 starteten zwar noch eine Aufholjagd und verbuchten mit einem sechsten Rang ihr bestes Ergebnis der Regatta, am Ende fehlten den Olympia-Aspiranten allerdings neun Punkte auf die Goldflotte. Die Athleten vom Yacht Club Bregenz beendeten die Quali schließlich auf den 31. Platz und müssen die WM nun in der Silberflotte fortsetzen. Um die Chance für eine vorzeitige Olympia-Quali aufrecht zu halten, wäre ein Top-26-Resultat und ein damit verbundenes Ticket für die Goldflotte notwendig gewesen. „Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Vor allem wenn man bedenkt, dass zumindest der erste Schritt – die Goldflotte – möglich gewesen wäre. Wir wussten seit der letzten WM, dass wir unsere Starts verbessern müssen. Das ist uns auch sehr gut gelungen – noch nie haben wir konstant so viele Top-Starts hingelegt. Dann haben wir uns allerdings entweder auf der Vorwind oder auf der Kreuz eingebaut. Das ist doppelt ärgerlich, da wir nach solchen Starts eigentlich vorne dabei sein müssten“, analysierte Steuermann David Bargehr. „Für uns gilt es nun die WM trotzdem fokussiert fertig zu segeln und aus unseren Fehlern zu lernen. Dazu ist jetzt die beste Möglichkeit, da wir in einem absoluten Top-Feld segeln, in dem jeder kleine Fehler bestraft wird“, zeigt sich der Bregenzer weiterhin motiviert.

 

Weg zu Olympia über Weltcup in Genua

Nach der verpassten Chance das Ticket bei den Weltmeisterschaften zu lösen, bietet sich nun beim Weltcup in Genua die letzte Chance auf Tokyo 2020. Von 13. bis 19. April 2020 kämpfen die noch nicht qualifizierten europäischen Nationen um die letzte Möglichkeit zur Qualifikation. „Wir haben alles gegeben was wir gehabt haben, um das Ticket bereits bei der WM zu lösen. Es wird noch etwas dauern, bis wir die Enttäuschung verdaut haben – dafür ist aktuell auch keine Zeit. Den Fokus jetzt bereits auf Genua zu legen, macht für uns noch keinen Sinn. Es gilt nun von Wettfahrt zu Wettfahrt und von Regatta zu Regatta zu denken. Wir werden die WM fokussiert in der Silberflotte beenden, unsere Schlüsse ziehen und uns dann gezielt auf die Pre-Olympics vorbereiten. Wir müssen Schritt für Schritt kompletter werden“, beschreibt David Bargehr seine mentale Einstellung, die zum Erfolg führen soll.

 

 

(c) Text: OeSV, Fotos: Tobias Störckle

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