Trainingsalltag mit Lukas Mathies

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Athletiktrainer Johannes Sturn arbeitet beinahe täglich mit Lukas Mathies. Er berichtet hier aus seiner Perspektive über die sehr erfolgreiche gemeinsame Arbeit.

 

Nach Ablauf der letzten Saison haben wir nach ein paar Wochen der Regeneration mit den Vorbereitungen auf die Olympiasaison mit dem Saisonhöhepunkt Olympische Winterspiele in Sotschi begonnen. Lukas hat sich in den letzten 6 Jahren, in denen ich mit ihm trainierte, im athletischen Teil extrem verbessert.

 

Dass eine gute Athletik von Vorteil ist zeigt sich auch im spezifischen Training auf dem Board. Parallel zum Kraftaufbau wurden auch die athletischen Komponenten verbessert. Dies erfolgt mit Elementen aus der Leichtathletik in Form von Lauf und Sprungkrafttraining und auch Medizinballwürfen. Es wurde auf eine ganzkörperliche Verbesserung der Athletik Wert gelegt. Aufgrund seiner Schnelligkeit und seiner Fähigkeit eine extrem hohe Frequenz bei z. B. Leiterübungen zu realisieren, bekam er von den Athleten der Ski- und Snowboardtrainingsgruppe den Spitznamen „Weesel“.

 

Um sich an die sportartspezifische Belastung (die im Bereich zw 40 – 60 sec/Lauf liegt) zu gewöhnen wurden sowohl intermittierende als auch klassische HIIT – Intervalle ins Training eingebaut. Lukas hat durch dieses Training eine VO2 max von über 70 mmol/min erreicht. Werte in einem so hohen Bereich realisieren normalerweise nur noch Spitzenausdauersportler. Das Ausdauertraining wurde in Form von Bergläufen im Montafon und in der Umgebung von Dornbirn absolviert. Durch dieses Training war es möglich das Herz-Kreislaufsystem in sehr hohem Maße zu fordern, ohne dabei die Sehnen- und Bandstrukturen zu überlasten.

 

Da die Stabilisation im Snowboard (wie auch in jeder anderen Sportart) eine große Rolle spielt, verbesserten wir die Ganzkörperspannung progressiv mittels den klassischen Stabilisationsübungen bis hin zu Liegestützen im Sling-Trainer (Arme und Beine sind im Schlaufensystem). Auch wurden verschiedene Übungen auf instabilen Unterlagen ausgeführt um den Körper in ein Ungleichgewicht zu bringen die Lukas ausgleichen musste.

 

Lukas ist ein unglaublich fokussierter Athlet, der sich extrem fordern und belasten kann. Auch neue Übungen wurden am Ende auf einem sehr hohen Niveau absolviert. Durch sein Feedback und seine gute Körperkenntnis war es möglich Übungen zu kreieren die mit anderen Athleten in dieser Form nicht machbar gewesen wären.

 

Der Gewinn des Gesamtweltcups in den Snowboard Parallel Disziplinen ist der derzeitige Höhepunkt in seiner noch jungen Karriere und trotz dieser Tatsache ist Lukas ein bodenständiger Athlet. Ein echtes Vorbild für jeden jungen Sportler. Lukas fährt absolut TOP Fit zu den Olympischen Spielen nach Sotschi. Er ist extrem fokussiert und voll auf Angriff eingestellt. Auch wurden die Vorbereitungen und das Tonisieren (Spannungsaufbau) vor dem Wettkampf mit ihm besprochen und er weiß genau wie er sich auf den Tag X einstellen und vorbereiten muss.

 

Wer etwas verändern will,

muss neue Wege gehen.

Olympiazentrum Vorarlberg

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