Erneut EM-Silber für Bettina Plank

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Bettina Plank ist wie im Vorjahr wieder Vize-Europameisterin in der Kumite-Klasse bis 50 Kilogramm. Die Vorarlberger Heeressportlerin verlor am Samstag das EM-Finale in Guadalajara gegen die Französin Sophia Bouderbane, die im Halbfinale die regierende Europameisterin und Nummer 1 der Welt Serap Oczelik (TUR) mit 2:0 besiegt hatte, mit 0:5.

 

„Das Ergebnis entspricht nicht der Leistung von Betti“, verteidigt Karate Austria-Generalsekretär Ewald Roth seinen Schützling. „Der frühe Treffer zum 0:1 war die Vorentscheidung, danach ist Französin nur noch davongelaufen und hat auf Konter gewartet. Es klingt nach einem 0:5 seltsam, aber die dominierende Kämpferin war Betti.“

 

„Ich bin extrem enttäuscht“, sagt Bettina Plank, die gewusst hat, dass die Französin kaum ein Risiko eingeht und sehr gut verteidigt. „Derzeit finden wir einfach kein Rezept, wie ich gegen Gegnerinnen, die ständig davonlaufen, punkten kann.“

 

WM-Dritte trotz Finalniederlage für European Games qualifiziert

Die Enttäuschung über Silber wird wohl bald der Freude über die direkte Qualifikation für die European Games in Minsk (21. bis 30. Juni) weichen. Neben Bettina Plank hat sich in Guadalajara Teamkollege Stefan Pokorny, der in der Klasse bis 67 Kilo Bronze holte, als zweiter österreichsicher Karateka für die Spiele in Weißrussland qualifiziert.

 

Die regierende Vize-Europameisterin Bettina Plank war am Donnerstag in Guadalajara (ESP) mit drei Siegen ins EM-Finale gestürmt. „Es war scheißknapp“, lachte die 27-jährige Heeressportlerin nach ihrem Finaleinzug erleichtert. Denn nach Freilos in Runde 1 und einem klaren 5:0-Sieg in Runde 2 gegen Kristine Vica aus Litauen folgte ein dramatisches Viertel- (0:0 gegen Jelena Milivojcevic, SRB) und ein hochdramatisches Halbfinale (2:2 gegen Nurane Aliyeva, AZE), die beide erst nach Schiedsrichterentscheid (3:2 und 5:0) zugunsten der Europameisterin von 2015 ausgingen.

 

„Das Glück, das mir in den letzten drei Wettkämpfen immer wieder gefehlt hat, ist genau im richtigen Moment wieder zurückgekommen. Ich war sowohl im Viertelfinale gegen die sehr passive Serbin, als auch im Halbfinale gegen die Aserbaidschanerin die Aktivere und das haben die Schiedsrichter diesmal belohnt“, analysiert Plank.

 

Nationalteamtrainer Juan Luis Cardenes sieht das genauso: „Die Serbin war extrem passiv, da musste Betti aufpassen, nicht in einen Konter zu laufen. Und Aliyeva war nach ihrem 1:0-Punktvorteil, dem sogenannten Senshu, auch nach dem Ausgleich von Betti nur noch auf der Flucht. In den letzten Sekunden hat sie sich mehrmals auf den Boden geworfen, um Treffer von Betti zu verhindern, deshalb haben ihr die Kampfrichter den Senshu auch aberkannt und mit 5:0 für Betti gestimmt.“

 

© Text & Fotos: ÖOC/Karate Austria

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