Eva Pinkelnig: Doppelte Vize-Weltmeisterin

    Eva Pinkelnig: Doppelte Vize-Weltmeisterin 01

Ein Dauergrinsen überstrahlte die nordische Ski-WM in Seefeld: Wo auch immer sie hinkam, steckte Eva Pinkelnig alle mit ihrer Fröhlichkeit an, strahlte die pure Freude am Skispringen, am Fliegen, an der WM aus.

 

Die 30-jährige Dornbirnerin, die in Hard lebt, hatte auch allen Grund sich zu freuen. Die Senkrechtstarterin der Saison 2014/15 hatte nach zwei starken Saisonen zwei Winter lang hart zu kämpfen, um sich von den Folgen einiger schwerer Stürze zu erholen. Ende November und Anfang Dezember 2018 sprang sie beim Weltcupauftakt in Lillehammer mit drei Top-10-Plätzen wieder zurück in die Weltspitze: Entgegen vieler Erwartungen hatte sie ihr Selbstvertrauen, ihre Sicherheit und ihre Freude am Fliegen wiedergefunden. Damit rückte die Heim-WM schlagartig wieder in den öffentlichen Fokus …

 

Und in Seefeld beeindruckte sie mit starken Sprüngen, emotionalem Jubel – und beschenkte sich mit 2 Silbermedaillen im Team-Bewerb und dem Mixed Team und einem starken 5. Rang in der Einzelkonkurrenz. Die ersten nordischen WM-Medaillen für Vorarlberg seit 1997!

 

Der Auftakt am Dienstag der 2. WM-Woche hätte nicht schwerer sein können: Recht kurzfristig war das Teamspringen der Damen in das WM-Programm genommen worden – unter anderem die Österreicherinnen hatten sehr darum gekämpft. Als Startspringerin hielt sie dem Druck stand und leistete einen wesentlichen Beitrag zur erhofften Medaille. Favorit Deutschland konnte zwar gefordert aber nicht gefährdet werden, Norwegen konnte knapp auf Distanz gehalten werden – der Abstand auf Rang 4 betrug respektable 50 Punkte.

 

Einen Tag später bei der Einzelkonkurrenz holte sich Saisondominatorin Maren Lundby den Titel, Eva durfte sich über zwei starke Sprünge und den 5. Endrang freuen. Damit sicherte sie sich als zweitbeste Österreicherin auch einen Platz im Mixed Team – zusammen mit Daniela Iraschko-Stolz, Stefan Kraft und Philipp Aschenwald bildete sie am Samstag das rot-weiß-rote Quartett. Wiederum als Startspringerin eingesetzt setzte sie zwei bärenstarke Sprünge in den Auslauf der Toni-Seelos-Olympiaschanze (HS 109). Mit ihrem 2. Sprung überholte sie sogar die führenden Deutschen, am Ende holte sich das “Team Austria” nach einem spannenden Wettkampf, im dem Weltmeister Deutschland bis zum letzten Sprung gefordert wurde, Silber – mit Respektabstand vor Norwegen.

 

 

© Fotos: GEPA pictures/Philipp Brem/Harald Steiner/Thomas Bachun/Andreas Pranter/Christian Walgram (tw. Olympiazentrum Vorarlberg)

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