Menschen im Sportservice – Norbert Gwehenberger

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Wir befinden uns im Olympiazentrum und treffen Norbert Gwehenberger. Wer steckt hinter der Person? Was macht er im Sportservice? Welche Geschichte hat er zu erzählen? Was sind die sportlichen Highlights seines Lebens? Wir haben nachgefragt.

 

Stell dich bitte kurz vor – wer bist du? Was machst du hier im Sportservice?

Ich bin Norbert Gwehenberger, Familienvater von drei erwachsenen Töchtern, wohne in Dornbirn und arbeite bei der Polizei. Dem Sportservice bin ich sportlich und auch organisatorisch verbunden. Ich bin Obmann des Polizeisportvereins und Präsident des Vorarlberger Schützenbundes. Der Polizeisport ist grundsätzlich ein Betriebsportverein. Wir haben verschieden Sektionen, in denen wir für unsere Leute sportliche Aktivitäten anbieten können. Einerseits geht es um den Spaß und das sportliche Erlebnis, um die Leute außerdienstlich zusammen zu bringen und den Teamgeist zu fördern. Es gibt aber auch den Leistungsbereich bzw. viele unterschiedliche Kategorien, in denen sich Vorarlberger Polizisten im Leistungssport positionieren.

 

Was gibt es über dich zu erzählen? Was hast du für einen sportlichen Hintergrund?

Meine erste große Leidenschaft war Fußball – das einzige was es bei uns in Koblach gab – aber ich habe es sehr gerne und entsprechend lange gemacht. Einige Verletzungen sind dazu gekommen, aber auch familiäre und berufliche Dinge, die mich dazu veranlasst haben es nur als Hobby zu machen. Mit 17 Jahren kam ich dann zum Schießen, was mich seit 35 Jahren sehr intensiv begleitet. Aktiv war ich auch im Polizeisportverein und dem Polizeikader. Das Schöne an dem Sport ist, dass man ihn bis ins hohe Alter betreiben kann – mit entsprechenden Abstrichen bzw. mit der richtigen Einordnung. Ich schieße heute noch – mittlerweile natürlich in der Seniorenklasse.

 

Seit wann gehst du hier ein und aus und wie oft bist du hier?

Im Haus bin ich seit 1999. Durch die Zielsportliga und das regelmäßige Training bin ich mehrmals in der Woche hier. Auch der Polizeisportverein hat hier seine Trainingsstätte. Mit der Zielsportliga habe ich zudem die Mannschaftsmeisterschaft mit ins Leben gerufen, die das Olympiazentrum als zentralen Austragungsort hat. Durch die Präsidententätigkeit für den Verband, komme ich mir vor wie ein Mitarbeiter im Olympiazentrum. Ich bin zur Zeit verstärkt hier, da wir gerade an einer neuen Struktur für den Verband arbeiten.

 

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus und wie läuft dein Arbeitsalltag ab?

Der Polizei-Alltag hat die verschiedensten Fassetten. In meiner Grundausbildung habe ich als klassischer Polizist auf der Straße begonnen. Später war ich dann ein Jahr im Einsatzkommando der Cobra und habe die Ausbildung für Führungskräfte gemacht. Seit 1989 habe ich den Offiziersrang und war Abteilungsleiter in verschiedenen Bereichen – zuerst im Außendienst und seit 1995 in der Logistik. Jetzt bin ich für die Betreuung unserer Servicierung zuständig – einer Abteilung mit ca. 50 Mitarbeitern, die für den ganzen Fuhrpark, EDV, Bewaffnung, Funk und Kommunikation und die komplette Ausrüstung verantwortlich sind. Man kann also sagen ich habe mittlerweile einen Bürojob. In verschiedenen Großeinsätzen kommen wir an die Front, aber sonst bin ich nicht mehr der übliche Polizist.

 

Wie bist du zu deinem Job gekommen?

Ich bin in die HTL für Maschinenbau gegangen und war anschließend in Tirol im Bundesheer. Die Wirtschaftssituation war Anfang der 80iger nicht gut und viele Türen blieben mir verschlossen. Mein Opa war Gendarm und ich habe mich dann schlussendlich auch in diesem Bereich beworben. Ich bin unverhofft schnell in die Gendarmerieschule gekommen und habe es bis heute nicht bereut, da das Themenfeld mit all seinen Spezialisierungsmöglichkeiten sehr breit ist. Zudem die tollen Möglichkeiten zur Verbindung von Sport und Beruf – das ist fantastisch.

 

Auf welche Fähigkeiten kommt es in deinem Job an?

Als Polizist ist es ganz klar der Kontakt mit den Menschen. Ich muss sowohl das Recht des Staates vertreten, als auch das Persönliche der Menschen verstehen. Der menschliche Umgang zur Problemlösung muss gefunden werden – obwohl Regelverstöße vorliegen. Natürlich zählen Werte wie Gesetzestreue und Gerechtigkeitssinn. Als Präsident des Verbandes ist das Wichtigste eine gute Beziehung zum Sport. Der Enthusiasmus für den Sport und für die Sportler, das Verfolgen von Visionen. Was bei unserer Sportart auch ein wichtiger Part ist, ist das Thema Öffentlichkeitsarbeit. Für was steht der Schießsport wirklich? Wie können wir uns so darstellen, wie wir wirklich sind? In den Köpfen vieler Leute sind leider einige negative Schlagzeilen verankert, die sie dazu bringen unserem Sport reserviert gegenüber zu treten.

 

Was sind die Highlights aus deiner sportlichen Vergangenheit?

Mein Highlight war ein zehnter Rang bei den Polizeieuropameisterschaften in Lissabon 1991 – damals mit der freien Pistole 50m.

 

Was verbindest du mit dem Olympiazentrum?

Dass Vorarlberg einen ganz neuen Weg geht. Sport gehört organisiert und in der Kompetenz gebündelt. Das sehe ich hier im Olympiazentrum.

 

Welche Interessen hast du neben dem Sport?

Meine Familie ist ein großer Teil. Da gibt es neben meinen Kindern auch schon Enkelkinder. Ich unternehme gerne sportliche Aktivitäten mit meiner Frau wie z.B. wandern oder schwimmen und wir machen gerne Urlaub und erkunden Land und Leute.

 

Wordrap

 

  • Siege – sportliches Ziel, tolle Motivation
  • Niederlagen – kann weh tun, hinterlässt Spuren
  • Training – Grundlage für einen erfolgreichen Wettkampf
  • Sport – gehört hoffentlich zum Leben von jedem
  • Lebensmotto – „Leben und leben lassen. Schaff dir die eigenen Freiräume und die eigenen Freiheiten“
  • Innerer Schweinehund – Meldet sich regelmäßig, je besser man organisiert, je besser man seine Persönlichkeit mit persönlichen Zielen definieren kann, desto weniger kann der innere Schweinehund sich querstellen
  • Natur – vermittelt uns auf die einfachste Weise wie man sich am besten als Mensch in die Schöpfung eingliedern kann
  • Reisen – erweitert das Verständnis für so vieles
  • Stärken – jeder soll sich daran orientieren
  • Schwächen – gibt man nicht gerne zu, gehören aber zum Gesamtbild
  • Vorbild – sehe ich nicht in einer Person, sondern in Werten

 

 

  • Wer wärst du gerne für einen Tag?

Meine Frau.

  • Ein guter Tag beginnt mit?

Gut ausgeschlafen zu sein.

  • Was kannst du überhaupt nicht ausstehen?

Unzuverlässlichkeit!
Wenn du ein Superheld sein könntest, welche Superkraft würdest du wählen?

Nicht die Superkraft eines einzelnen ist wichtig – sondern das gezielte Zusammenfügen unserer Stärken, nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“.

  • Wenn du wählen könntest, jetzt an irgendeinem Ort dieser Erde zu sein, wo wärst du?

Da wo ich bin.

  • Wovon bekommst du Gänsehaut?

Von schöner Musik.

  • Wenn du nicht in deinem jetzigen Beruf wärst, welchen Beruf würdest du dann ausüben?

Lehrer

 

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