WM-Rang 4 für Bildstein/Hussl

    WM-Rang 4 für Bildstein/Hussl 01

Ben Bildstein und David Hussl beenden die WM in Australien mit 61 Punkten auf Rang 4, nur einen Punkt hinter Bronze.

 

Das Programm der WM musste witterungsbedingt etwas gekürzt werden. Am ersten Tag gab’s zu viel Wind, der fünfte Tag fiel wegen Windmangel und einem Gewitter auch ins Wasser. Übrig blieben 6 Wettfahrten in den Qualifikationsflotten, die das Duo alle in den Top 3 beendete. In der Gold Fleet zeigten sich die beiden dann von ihrer Sahne-Seite: Sie gingen als Führende in den letzten Tag, fielen dann allerdings auf den 3. Zwischenrang zurück, mit dem sie ins abschließende Medal Race der besten 10 Boote gingen.

 

Bei abwechslungsreichen Bedingungen mit teilweise Regen und Böen bis zu 25 Knoten gingen Benjamin Bildstein und David Hussl als Führende in den letzten WM-Tag. In den abschließenden zwei Rennen der Goldflotte landeten die Weltranglistenzweiten aus Österreich auf den Rängen 20 und 2 und gingen damit von Position drei in das Medal Race. „Im ersten Rennen sind uns ein paar Fehler unterlaufen. Umso erfreulicher war es, dass wir im zweiten wieder unsere Leistung abrufen konnten“, so Steuermann Bildstein.

 

 

Das Medal Race begann mit einer äußerst umstrittenen Jury-Entscheidung denkbar unglücklich für die Österreicher. Direkt nach dem Start mussten sie eine Strafdrehung machen. „Obwohl wir im Lee waren, hat man uns die Penalty gegeben. Wir haben uns nach dem Rennen die Videoanalyse angesehen und sind der Meinung, dass die Jury die falsche Entscheidung getroffen hat“, erklärt der Vorarlberger. Das Duo vom Yacht Club Bregenz kämpfte sich trotz des Rückstandes noch auf den sechsten Platz vor. Da die Deutschen Eric Heil und Thomas Plößl als direkte Konkurrenten das Rennen gewannen, fielen Bildstein/Hussl auf Rang vier zurück. Peter Burling und Blair Tuke aus Neuseeland holten sich hingegen ihren sechsten WM-Titel, mit nur drei Punkten Vorsprung auf das OeSV-Duo ging zudem Silber an die Spanier Diego Botín und Iago López Marra. „Es ist natürlich eine Enttäuschung da. Wir wissen aber auch, welche Leistung wir erbracht haben. Seglerisch war das bisher unsere beste Regatta, wir haben viele Dinge von letzten WM mitgenommen und gut umgesetzt“, weiß Bildstein und sein Tiroler Vorschoter David Hussl ergänzt: „Ein vierter Platz ist immer hart, wir nehmen aber auf jeden Fall das Positive aus dieser Woche mit. Wir haben wieder deutliche Sprünge nach vorne gemacht, das gibt viel Motivation. Das olympische Jahr hat erst begonnen, es stehen noch intensive Monate vor uns“.

 

 

Mit 9 Top-3-Platzierungen in 13 Wettfahrten lieferte das Duo vom Yacht Club Bregenz dennoch eine absolut starke WM ab.

 

 

 

© Fotos: Sailing Energy

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